Dienstleistungsbereich bleibt weiter Jobmotor


Donnerstag, 24.07.2008

Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, beschäftigten im Jahr 2006 rund 715 300 Unternehmen und
Einrichtungen in ausgewählten Dienstleistungsbereichen insgesamt mehr
als 6,4 Millionen Beschäftigte; die Zahl der Arbeitsplätze stieg
gegenüber 2005 um knapp 400 000 (+ 6,6%). Die aktuellen Ergebnisse
der vierteljährlich durchgeführten Konjunkturstatistischen Erhebung
in bestimmten Dienstleistungsbereichen belegen, dass der Jobmotor
Dienstleistungsbereich auch in den vier Quartalen des Jahres 2007
sowie im ersten Quartal des Jahres 2008 kontinuierlich weiterlief.

Im Ergebnis der jährlich mittels einer 15%-Stichprobe
durchgeführten Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich stiegen die
Umsätze im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 55,9 Milliarden Euro (+
8,0%) auf 755,8 Milliarden Euro.

Zu den ausgewählten Dienstleistungsbereichen zählen die sehr
heterogenen Wirtschaftszweige Verkehr, Nachrichtenübermittlung,
Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen,
Datenverarbeitung und Datenbanken, Forschung und Entwicklung sowie
sonstige unternehmensnahe Dienstleistungen.

Interessant ist die Struktur der Unternehmen und Einrichtungen in
diesen Dienstleistungsbereichen. Fast drei Viertel der Unternehmen
und Einrichtungen (73,1%) hatten 2006 einen Jahresumsatz von weniger
als 250 000 Euro. Sie erzielten aber insgesamt nur 5,9% der in diesen
Bereichen erwirtschafteten Umsätze und beschäftigten nur 15,3% der
insgesamt tätigen Personen.

Im Bereich Verkehr arbeiteten mehr als 1,3 Millionen Personen in
knapp 85 750 Unternehmen, darunter mehr als zwei Drittel (68,2%) in
Unternehmen im Landverkehr. Sie erzielten im Jahr 2006 einen Umsatz
von 206,2 Milliarden Euro. Gegenüber 2005 waren im Verkehrsbereich
knapp 43 500 Personen (+ 3,4%) mehr beschäftigt. Der Umsatz stieg im
Vorjahresvergleich um 17,3 Milliarden Euro (+ 9,2%).

Die knapp 9 400 Unternehmen, die auf dem Gebiet der
Nachrichtenübermittlung wirtschaftlich tätig waren, darunter mehr als
8 200 (87,6%) als Post- und Kurierdienstleister, beschäftigten im
Jahr 2006 knapp 648 650 Personen (3,6% mehr als im Vorjahr) und
realisierten einen Umsatz von 103,1 Milliarden Euro (2,2% weniger als
im Vorjahr). Die mehr als 1 150 Unternehmen der Fernmeldedienste
erzielten im Jahr 2006 mit knapp einem Drittel der Beschäftigten (203
750 Personen) im Wirtschaftszweig Nachrichtenübermittlung drei
Viertel des gesamten Umsatzes (77,4 Milliarden Euro).

Im Bereich der Datenbanken und Datenverarbeitung waren 2006 mehr
als 51 750 Unternehmen tätig. Hier gab es 416 050 Beschäftigte (20
150 Arbeitsplätze mehr als 2005); der Umsatz lag bei 63,7 Milliarden
Euro und damit um 2,0 Milliarden Euro (+ 3,3%) über dem des
Vorjahres.

Mehr als 363 050 Unternehmen (22 950 mehr als im Jahr 2005) waren
im Wirtschaftsbereich der sonstigen unternehmensnahen Dienstleister
tätig, von denen 68,3% als Einzelunternehmen geführt wurden. In
diesem Bereich werden Unternehmen und Einrichtungen mit sehr
heterogenen wirtschaftlichen Tätigkeiten zusammengefasst dargestellt,
die von Freiberuflern wie Rechtsanwälten, Steuerberatern und
Architekten bis zu Reinigungsfirmen, Detekteien und Inkassobüros
reichen. Der Rolle als Jobmotor wurden die sonstigen
unternehmensnahen Dienstleister wieder gerecht. Mit 3,4 Millionen
Personen war hier mehr als die Hälfte (53,5%) der in den ausgewählten
Dienstleistungsbereichen nachgewiesenen Beschäftigten tätig. Im
Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Arbeitsplätze um mehr als 277
950 (+ 8,8%); der erwirtschaftete Umsatz stieg um 26,1 Milliarden
Euro (+ 12,7%). Die sonstigen unternehmensnahen Dienstleister
erzielten 2006 einen Umsatz in Höhe von knapp 232,3 Milliarden Euro,
das entsprach durchschnittlich rund 639 800 Euro je Unternehmen.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise finden Sie im
Internet-Angebot von Destatis unter http://www.destatis.de, Pfad:
Weitere Themen --> Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen -->
Dienstleistungen sowie in der Fachserie 9, Reihe 1 bzw. Reihe 2, die
kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter:
http://www.destatis.de/publikationen, Suchwort "Strukturerhebung",
abrufbar ist.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Karl-Heinz Pesch,
Telefon: (01888) 644-8563,
E-Mail: dienstleistungen@destatis.de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
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