IW-Konjunkturprognose für 2009 - Nur noch ein Plus von 0,6 Prozent


Mittwoch, 01.10.2008

Köln (ots) -

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Die weltweite Finanzmarktkrise lässt die deutsche Wirtschaft nicht
ungeschoren. Keineswegs droht aber der freie Fall in die Rezession.
Dies geht aus der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der
deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor. Danach wird das reale
Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr noch um 1,7 Prozent wachsen
- für 2009 ist allerdings nur ein Plus von 0,6 Prozent zu erwarten.
Die schwächere globale Konjunktur schlägt nicht zuletzt immer mehr
auf die hiesigen Außenhandelsdaten durch. So legen die deutschen
realen Exporte 2008 um 4,2 Prozent zu, die Importe um 3,8 Prozent. Im
kommenden Jahr reicht es nur zu einem Ausfuhrzuwachs von 1,5 Prozent,
während die Einfuhren um 1,8 Prozent klettern. Die verringerte
Exportdynamik wirkt sich auch auf die Investitionsneigung aus - nach
einem Anstieg um 5 Prozent im laufenden Jahr stagnieren die realen
Ausrüstungsinvestitionen 2009 nahezu. Dies bekommt auch der
Arbeitsmarkt zu spüren. Geht der Beschäftigungsaufbau 2008 zunächst
weiter, sinkt die Zahl der Erwerbstätigen 2009 um 40.000 - während
sich die Arbeitslosenzahl leicht auf 3,3 Millionen bzw. 7,6 Prozent
der Erwerbspersonen erhöht. Dass dann trotzdem ein reales Konsumplus
von 0,7 Prozent winkt, ist vor allem einer Beruhigung der Energie-
und Rohstoffpreise zu verdanken.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Arbeitsgruppe Konjunktur):
IW-Konjunkturprognose 2009 - Abschwung in die Stagnation, in:
IW-Trends 4/2008

Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln
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