Kostensenkungen Hauptursache für Wandel in deutschen Unternehmen


Mittwoch, 28.01.2009

Hamburg (ots) - Deutsche Manager setzen bei der
Unternehmenstransformation vorrangig auf Kostensenkungen, um ihre
Häuser in wirtschaftlich unruhigen Zeiten krisenfest zu machen. 62
Prozent der Entscheider führen betriebsinterne Veränderungen auf den
Bedarf von Einsparungen zurück. Eine verbesserte Kundenorientierung
zu erreichen, ist für knapp 56 Prozent ein bedeutender Auslöser für
Umstrukturierungspläne. Das ist das Ergebnis der Studie
"Transformationsmanagement" von Steria Mummert Consulting in
Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und
Wirtschaftsforschung.

Die aktuelle Wirtschaftskrise stellt hohe Anforderungen an die
Wandlungsfähigkeit deutscher Unternehmen. Um die internen
Veränderungsprozesse professionell zu begleiten, setzt allerdings nur
jedes zehnte Unternehmen auf eine separate Organisationseinheit, die
für das Transformationsmanagement zuständig ist. In jedem zweiten
Betrieb verantwortet die Geschäftsführung das Planen, Einleiten und
Umsetzen erforderlicher Veränderungen.

Mit welchen Maßnahmen die Veränderungen vorangetrieben werden, ist
dabei stark von der Branchenzugehörigkeit abhängig. So zählen
Kostensenkungen insbesondere für das verarbeitende Gewerbe (67
Prozent) und die Gesundheitsbranche (72 Prozent) zu den wichtigsten
Ursachen zur Durchführung von Transformationsprojekten. In der
Finanzdienstleistungsbranche sorgen hingegen Fusionen und
Akquisitionen für signifikanten Transformationsbedarf. Jedes fünfte
Finanzinstitut ist davon betroffen. Branchenübergreifend trifft dies
nur auf etwa jedes zehnte Unternehmen zu.

Ähnliches gilt für die Bewertung des betrieblichen
Risikomanagements. Während insgesamt nur rund 17 Prozent der
Befragten den betrieblichen Wandel mit einer Veränderung im Abwägen
von Chancen und Risiken begründen, sind es unter den Finanzinstituten
mehr als doppelt so viele (36 Prozent). Grund hierfür sind die Folgen
der Finanzmarktkrise. So stellt mittelfristig mehr als jede zweite
Bank ihre Geschäftstrategie und das damit verbundene Risikomanagement
auf den Prüfstand. Dies wirkt sich auch auf die Beschäftigten im
Risikomanagement aus. Über zusätzliche Schulungsmaßnahmen sollen sie
in die Lage versetzt werden, die Risiken in den einzelnen
Geschäftsfeldern noch früher zu identifizieren.

Hintergrundinformationen
Die "Potenzialanalyse Transformationsmanagement" stellt die
Ergebnisse einer Online-Befragung dar, die im Auftrag von Steria
Mummert Consulting in Kooperation mit dem IMWF Institut für
Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Für die
Studie wurden Fach- und Führungskräfte aus dem Bereichen PR,
Marketing und Werbung sowie Finanzen, Rechnungswesen und Controlling,
IT oder Vertrieb und darüber hinaus Geschäftsführer aus verschiedenen
Branchen befragt. Ziel der Studie war es herauszufinden, welchen
Stellenwert das Thema Transformationsmanagement hat und inwieweit die
Potenziale bereits ausgeschöpft sind.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
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