BDI zum Ausbau von Breitband-Internet: "Alle Branchen profitieren" - Rund 960 000 neue Jobs bis 2020 - Jährlich 0,6 Prozentpunkte zusätzliches BIP-Wachstum


Mittwoch, 17.06.2009

Berlin (ots) - "Von den enormen positiven Effekten des
Breitbandausbaus werden alle Branchen profitieren. Durch schnelles
Internet können bis zum Jahr 2020 rund 960 000 neue Arbeitsplätze
entstehen." Das sagte Dieter Schweer, Mitglied der
BDI-Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen einer aktuellen Studie
von Professor Raul Katz von der Columbia Business School (USA), die
am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

"Deutschland kann in den nächsten Jahren mehr als 170 Milliarden
Euro zusätzliche Wertschöpfung erreichen. Dies entspricht einem
zusätzlichen BIP-Wachstum von 0,6 Prozentpunkten jährlich", erklärte
Schweer. "Durch Breitbandausbau gehen wir gestärkt aus der Krise
hervor - ohne die Steuerzahler weiter zu belasten."

Zu den Gewinnern des Breitbandausbaus zählt die Studie neben
Elektrotechnik, Bau und Telekommunikation unter anderem die Branchen
Gesundheit und Finanzdienstleistungen sowie den Vertrieb. Dort würden
verbesserte Produktivität und Innovationen als direkte Folge der
Breitbandnutzung auch zu mehr Beschäftigung und Wertschöpfung führen.
"Als wissensbasierte Gesellschaft wird Deutschland im besonderen Maße
von einer hochentwickelten Breitbandinfrastruktur profitieren", sagte
Schweer.

Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht eine
flächendeckende Breitbandversorgung sowie den Ausbau auf 50 Megabits
pro Sekunde für dreiviertel aller Haushalte bis zum Jahre 2014 vor.
Damit können den aktuellen Berechnungen zufolge bis zu 400 000 neue
Arbeitsplätze geschaffen werden. Schweer: "Die Politik muss diesen
Weg konsequent weitergehen und die Perspektiven der
Breitbandversorgung bis zum Jahr 2020 weiterentwickeln. Wenn 50
Prozent der Internetanschlüsse bis 2020 auf 100 Megabits pro Sekunde
ausgebaut werden, könnten weitere 560 000 Arbeitsplätze entstehen."

Schweer forderte bessere Planungs- und Rechtssicherheit für
Unternehmen sowie eine sachgerechte Risikoaufteilung bei künftigen
Netzzugangsvereinbarungen. "Wir brauchen die Erlaubnis für
Kooperationen zwischen investierenden Unternehmen beim
Breitbandausbau. Nationale und europäische Wettbewerbsbehörden dürfen
diese Zusammenarbeit künftig nicht verhindern", verlangte das
Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6570
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6570.rss2

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu