Ernteschätzung 2012: Über 600.000 Tonnen Streuobstäpfel erwartet Alternanz im Streuobst gebrochen (BILD)


Donnerstag, 02.08.2012

Bonn (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/meldung/2299538 -

Für Sonnenanbeter waren Frühjahr und Sommer 2012 bisher sicher
eher enttäuschend. Den Apfelbäumen hingegen hat die Mischung von
Sonne, Wärme und Regen gut getan. Nach der soeben abgeschlossenen
Fruchtbehangschätzung rechnet der Verband der deutschen
Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) in diesem Jahr mit über 600.000
Tonnen Äpfeln aus dem Streuobstbau. Im Vergleich zum Vorjahr sind
dies nur 20 Prozent weniger, bestätigt VdF-Geschäftsführer Klaus
Heitlinger in Bonn. Dies ist umso erstaunlicher, da dies die dritte
durchschnittliche bis gute Ernte in Folge ist. Normalerweise sind die
Ernteschwankungen viel stärker. Experten sprechen von der Alternanz.

Apfelernteschätzung per Sehrohr

In den vergangenen Wochen sah man auf so mancher Streuobstwiese
ein seltenes Bild: Ein ganzer Trupp Erwachsener stand mit
"Fernrohren" bewaffnet im Kreis und schaute intensiv auf die
Apfelbäume. Was auf den ersten Blick nach interessiertem Vogelkundler
aussah, war tatsächlich aber die jährlich wiederkehrende Arbeit der
Ernteschätzer.

Nach der sogenannten "Bavendorfschen Fruchtbehangschätzung" und
einem vom Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Auftrag
gegebenem Sehrohr wird Jahr für Jahr im Juli ermittelt, wie viele
Früchte der einzelne Baum auf einer bestimmten Fläche trägt. Nach
einer speziellen Methode und einem entsprechenden
Berechnungsverfahren ist es möglich, per Hochrechnung eine annähernd
präzise Aussage über den Ernteerfolg eines Jahres zu geben.

Gemessen und bewertet wird der Apfelbehang ausschließlich auf
Streuobstwiesen, Apfelplantagen sind ausgenommen. Jeder Schätzer
betrachtet zwischen 50 und 100 Hochstamm-Obstbäume in seiner Region.
Der Sehrohrblickverlauf wird auf fünf Zählflächen je Baum gerichtet.
Diese sind so verteilt, dass man jeweils der Sonne zu- und abgewandte
Seiten unten und oben, rechts und links sowie im Mittelpunkt des
Baumes einen Ausschnitt anpeilt und zählt. Damit werden je Seite fünf
zu bewertende Flächen mit einem Durchmesser von jeweils 68 cm
ausgewählt. Um vergleichbare Werte zu erhalten, ist auch der Abstand
vom Ernteschätzer zum Baum mit vier bis sechs Meter festgelegt.

Fruchtiger Naturschutz

In Deutschland werden rund 230.000 Hektar Fläche als
Streuobstwiesen bewirtschaftet. Neben ihrer wirtschaftlichen
Bedeutung bieten sie auch über 5.000 Tier- und Pflanzenarten
wertvollen Lebensraum und Nährboden.

Die deutschen Fruchtsaftkeltereien schätzen Streuobstäpfel vor
allem deshalb, weil ihr Saft das Sortiment um ein Produkt erweitert,
das sich durch einen besonders ausgeprägt aromatischen Geschmack und
wertvolle Inhaltsstoffe auszeichnet.

Informationen zum Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.
V.:

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde
1951 gegründet. Rund 400 Unternehmen der Fruchtsaft-, Fruchtnektar-,
Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied.
Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In-
und Ausland.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.fruchtsaft.net

Originaltext: VdF Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie
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Pressekontakt:
Klaus Heitlinger
Geschäftsführer im
Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V.
Mainzer Straße 253
D-53179 Bonn
Telefon: +49 2 28 9 54 60-0
www.fruchtsaft.org
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