Jede Apotheke braucht ein Labor zur Arzneistoffkontrolle


Dienstag, 14.08.2007

Berlin (ots) - 14. Aug. 2007 - Apotheken sind gesetzlich
verpflichtet, ein Labor zu unterhalten und Ausgangsstoffe,
Chemikalien und getrocknete Pflanzenteile zu überprüfen. "Die
Arzneimittelsicherheit ist in Deutschland grundsätzlich gut - auch
weil der Apotheker für die letztendliche Kontrolle verantwortlich
ist", sagt Apotheker Professor Thomas Beck, Leiter der
Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Die
Untersuchung von Arzneistoffen ist wichtiger Bestandteil des
Pharmaziestudiums, und damit der Ausbildung zum Apotheker.

Jedes Jahr überprüfen Apotheken in Stichproben etwa acht Millionen
Arzneimittel. Sie melden der AMK nach Überprüfung im Apothekenlabor
auch Zwischenfälle mit Ausgangsstoffen, Salbengrundlagen und
getrockneten Arzneipflanzen. So waren zum Beispiel Brennnessel- oder
Weißdornblätter mit Parasiten verunreinigt. Bei Salbeiblättern wurde
ein Mindergehalt an ätherischem Öl vermutet, der im Labor mit einer
Wasserdampfdestillation überprüft wurde. Verwechslungen bei
Ausgangsstoffen sind zwar selten, machen Routinekontrollen im
Apothekenlabor aber unverzichtbar. Denn die Apotheke muß sich
Gewissheit über die Identität der Ausgangsstoffe verschaffen, die
Bezeichnung auf dem Etikett des Händlers reicht nicht aus. So
enthielt beispielsweise ein als Glaubersalz (Natriumsulfat)
etikettiertes Paket fälschlicherweise Bittersalz (Magnesiumsulfat).
Bittersalz darf bei Nierenschäden nicht eingenommen werden. Diese
Verwechslung wurde im Apothekenlabor über die so genannte Flammprobe
nachgewiesen.

Diese Pressemitteilung und weitere Informationen finden Sie auch
unter www.abda.de.

Originaltext: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
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