Gold, Aktien, Bitcoins – was lohnt sich 2018 wirklich?


Mittwoch, 18.04.2018

Anleger, die klug investieren möchten, werden immer wieder mit den gleichen Schlagworten und Phrasen konfrontiert: Investiere in Aktien! Bitcoins sind die Zukunft! Bleib lieber bei Gold und Rohstoffen! Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Oft lohnt es sich, einfach mal einen Blick zurückzuwerfen und zu schauen, wie sich die einzelnen Anlageformen im Vorjahr entwickelt haben. Daraus lassen sich dann Schlüsse ziehen, so dass man auch 2018 in die richtigen Produkte investiert.

Rückblick: So war es 2017

Niedriger Leitzins und Sparzinsen auf dem Tiefstand verunsicherten viele Anleger auch im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb suchten einige unkonventionellere Anlageformen wie etwa den boomenden Bitcoin oder Aktienpakete aus Schwellenländern. Tatsächlich waren die Mutigen, die sich auf den Bitcoin als leitende Kryptowährung stürzten, am Ende in den meisten Fällen überaus glücklich. Wer Anfang 2017 100.000 Euro in Bitcoins investierte, bekam am Jahresende mehr als 1,3 Millionen heraus. Statistisch besser stand nur die Börse in Venezuela da, dessen Hyperinflation aber viele Anleger zu Recht abschreckte. Im Großen und Ganzen waren aber die Märkte in den Schwellenländern 2017 eine gute Anlageform. Auch in der Türkei oder Tschechien wurden satte Renditen erwirtschaftet. Rohstoffe hingegen unterlagen oft starken Schwankungen. So brach der Preis für Zucker 2017 ein, während das seltene Palladium stark im Wert stieg.

Gold: Eine sichere Anlage mit zyklischem Verlauf

Das begehrteste aller Edelmetalle sorgte bei Anlegern 2017 für buchstäblich goldene Zeiten. Gold stieg nämlich um satte zehn Prozent, wobei auch viele andere Edel- und Industriemetalle mitzogen. Das Gute an Gold ist seine Verlässlichkeit. Seit 2005 gab es mit Ausnahme von 2013 immer einen satten Gewinnsprung nach dem Jahreswechsel, wobei sich der Kurs langfristig betrachtet immer leicht positiv entwickelt. Natürlich ist die Rendite bei Gold nicht so schwindelerregend wie bei hochspekulativen Anlagen, doch Gold ist fast eine Gewinngarant und daher ideal für langfristige Anlagen und auch kurzfristige Geschäfte.

Rohstoffe: Geheimtipp Palladium

Der globale Trend geht Richtung Erneuerbarer Energien. Das führt im Umkehrschluss dazu, dass Kohle und Öl jetzt richtig teuer werden. Interessanterweise legte aber auch Holz in 2017 um bis zu 30% zu. So richtig durchstarten kann man jedoch mit Palladium. Das seltene Metall wird für Katalysatoren in Benzinmotoren gebraucht und dürfte durch den Niedergang des Dieselmotors in den kommenden Jahren noch massiv an Wert zulegen.

Aktien: Gesamtentwicklung positiv

Mit niedrigen Zinsen und gut laufender Konjunktur dürften die Aktienmärkte auch 2018 rund laufen. SMI und DAX peilen hohe Punktestände an und auch der Dow Jones geht – trotz oder gerade wegen Trump – durch die Decke. Die Marke von 30.000 Punkten lockt. In Europa haben sich auch die Sorgenkinder aus Spanien, Italien und Frankreich wieder gefangen. Enormes Potential zeigt Österreich, denn der ATX performt seit Jahren unter Durchschnitt und holt nun auf. Wer ein wenig mehr Risiko gehen will, der darf nach Ostasien schauen, wo Tokio und Hongkong das Jahr vielversprechend anschlossen. Im arabischen Raum sei jedoch zur Vorsicht geraten. Die Börse in Katar gehörte 2017 zu den absoluten Verlierern im internationalen Vergleich.

Kryptowährungen: Vorsicht ist geboten

Was Bitcoin und Co angeht, sind die Meinungen gespalten. Manche erhoffen sich von der Etablierung der Kryptowährung an den Terminbörsen weitere Kurssprünge. Andere glauben, dass der kommende Future-Handel dazu führen wird, dass mit Puts gegen Bitcoin gewettet wird. Es ist sicher keine Schande, Bitcoins heute mit saftigen Gewinnen zu veräußern. Obwohl die Kursspitze am Jahresende 2017 erreicht war, ist der Kurs immer noch gut, wenn man vor Oktober letzten Jahres gekauft hat. Wer lieber dran bleiben will, muss unter Umständen große Verluste in Kauf nehmen, hat aber die Chance, ein weiteres Hoch voll mitzunehmen.