Reinhard Fritz, "einem Meister der Reduktion" (so Prof. Dr. Kühne ins seiner Laudatio zum Münchner Kunstpreis), gelingt es immer wieder in seinen ungewöhnlichen Bild-findungen den Betrachter zu faszinieren und mit Zeichen und Symbolen des Lebens zu neuen Gedanken anzuregen. Seine, von großer Musikalität durchdrungenen Bilder stehen in der Tradition der Farbfeldmalerei und der Lyrischen Abstraktion. Er füllt subtile, oft monochrome Farbflächen mit einem verspielten Gewimmel flacher pflanzlicher, tierischer und architektonischer Schemen, die er durch surreal-willkürliche Schlagschatten in die dritte Dimension treten lässt. Dabei spielt die Musik eine große Rolle: Rhythmus, Motiv, Wiederholung. In seinen neueren Bildern widmet er sich Schattenspielen auf farbig-transparenten Farbflächen. Seine Arbeiten sind von aquarellartiger Malweise auch in den oft großformatigen Bildern geprägt.